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Marcel N. Y. Khasti, Düsseldorf (D) www.galerie-marcel.de
"bürgerlicher Palast auf dem Rhein"
in Düsseldorf fehlt ein `bürgerlicher Palast auf dem Rhein´, der sich als ein Ort der Kommunikation für die Bürger dieser Welt entpuppt.
ein `lebendiges Museum´, das kulturelle Eindrücke sammelt. eine `magnetische Architektur´, die die Menschen unterschiedlichster Kulturen anzieht. die Pole finden zueinander.
eine `Kultur-Brücke´, die das alteinge-sessene Ambiente der Düsseldorfer Altstadt und die modernen Bürobauten im Neuen Hafen verbindet.
die Vogelperspektive, die man hier einnimmt gewährleistet einen neuen, einen anderen Blick auf die Welt. von hier aus erfasst man die ganze Dimension der kulturellen Vielfalt. der beschränkte Blick auf die unmittelbare Umgebung weicht an dieser Stelle einer ganzheitlichen Sicht über die Stadt und dem damit verbundenen gesellschaft-lichen Facettenpanorama.
an diesem Ort, einem bürgerlichen Palast erhält die Stadt `Düssel- Dorf´ eine ganz neue Bedeutung und kann sich nun wirklich als „global village“ verstehen.
- Marcel N. Y. Khasti -
Brücken werden im Regelfall zur Querung geographischer Hindernisse geplant und gebaut. sie überbrücken, verbinden Orte, werden aber gemeinhin nur als Verkehrs- und Transportweg benutzt. kann man den verbindenen Aspekt aber auch mit einer zusätzlichen, neuen Funktion kombinieren? man kann, das belegt der unkonventionelle, phantasievolle und verspielte Entwurf des bürgerlichen Palastes. die architektonische Mischung aus der Dachkonstruktion des Münchner Olympiastadions, Zirkuszelt und Spinnentier würde nicht nur optisch einen krassen Kontrapunkt zur strengen Architektur der Düsseldorfer Brückenfamilie setzen, auch die Funktion als verbindender Transitweg wäre nur sekundär.
Verbindungen sollen hier eher zwischen den Menschen entstehen, die diesen "Zwischenraum" in vielfältiger Weise nutzen sollen, als Kultureinrichtung, Spielplatz oder Ruhepunkt über dem Rhein oder...
und vielleicht entstehen hier sogar fruchtbare Verbindungen zwischen den rechtsrheinischen Düsseldorfern und den linksrheinischen Kölnern. aber das ist eher Fiktion.
- Kay Röhlen (Jury) -
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